Förderkonzept

Fördern als allgemeines pädagogisches Prinzip:

 

Im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und wenn nötig auch zu fordern. Um dies gewährleisten zu können, ist die Beziehungsebene das Allerwichtigste. Nur wenn die Zusammenarbeit mit den Eltern in gegenseitigem Respekt gelingt und die Kinder merken, dass die Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit ihnen das Bestmögliche erreichen wollen, kann ein Schulklima entstehen, in dem Lernen gelingen kann. 

Das Wesen richtig verstandener Disziplin ist Respekt.

Respekt vor Autorität und Respekt für andere,

Respekt vor uns selbst und Respekt vor den Regeln.

Diese Einstellung beginnt zu Hause,

Sie wird in der Schule bekräftigt,

Und sie gilt für das ganze Leben.

(Leitspruch, der von Andre Agassi gegründeten Schule für sozial benachteiligte Kinder in Las Vegas.) 

Mit diesem Leitspruch als Grundlage versuchen wir das standortbezogene Förderkonzept bestmöglich umzusetzen.

 

Lebensraum Klasse und Schule 

Schule ist für uns ein erfahrbarer Lernort mit kindgerechter, ansprechender Gestaltung. 

Für das Zusammenleben und Zusammenarbeiten ist uns die Einhaltung von gemeinsam formulierten Verhaltensvereinbarungen wichtig.

 

Lehren und Lernen 

Wir stärken die Persönlichkeit und die sozialen Fähigkeiten des Kindes. 

Im Unterricht legen wir Wert auf die individuelle Förderung jedes Schülers/ jeder Schülerin unter Berücksichtigung innovativer Lehr- und Lernformen. 

 

Schulpartnerschaft  

In der Zusammenarbeit zwischen SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und Gemeinde haben Achtsamkeit, Wertschätzung, Respekt, gute Umgangsformen und offene Kommunikation in vertrauensvoller Atmosphäre große Bedeutung.

 

Professionalität 

Durch die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen vertiefen und erweitern wir als Team unsere pädagogischen und fachlichen Kompetenzen.

1.   Förderstunden Klassenlehrer

Der Förderunterricht ist in der Volksschule Tumeltsham ein grundlegender pädagogischer Auftrag.

In den Förderstunden werden speziell gefördert:

SchülerInnen mit Rechenschwächen, Leseschwächen, Rechtschreibschwächen, Teilleistungsschwächen und SchülerInnen, die länger erkrankt waren.

SchülerInnen mit überdurchschnittlichen Leistungen

 

2.    Erwerb von Kompetenzen

Kompetenzen werden in der täglichen Arbeit durch die LehrerInnen aufgebaut. 

 

Sach- und Methodenkompetenz:

Sich Informationen beschaffen, Wissen einprägen und Lernergebnisse präsentieren.

Sozialkompetenz:

Festsetzen klarer Verhaltensregeln, Umgangsformen

In der Zusammenarbeit in der Gruppe Teamfähigkeit erlernen, Kommunikations-

fähigkeit erwerben und Konflikte bewältigen, respektvolles Miteinander fördern.

Selbstkompetenz:

Sich selbst einschätzen und Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen.

Sprachkompetenz:

Gesprächsregeln einhalten, Artikulieren der eigenen Meinung, Stellung nehmen, Erlebtes erzählen, Sachverhalte darstellen

Forcieren der gehobenen Umgangssprache

Gesprächskreise

Referate

Spielerischer Umgang mit Sprache 

Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache:

Der Unterricht wird von den KlassenlehrerInnen so gestaltet, dass die Kinder

nichtdeutscher Muttersprache in ihrer Entwicklung optimal unterstützt werden.

 

Lesekompetenz:

Lesen können heißt lernen können. Lesen stellt einen wichtigen Schwerpunkt in allen Klassen dar. Die Lesemotivation zu fördern ist allen LehrerInnen ein wichtiges Anliegen. Das Angebot einer umfangreichen Schulbibliothek, regelmäßige Besuche in der Bibliothek und Leseecken mit altersadäquatem, motivierendem Lesematerial gehören dazu. Es werden immer wieder kleine besondere Leseerlebnisse initiiert.

 

Motivierende Leseaktionen, die Lust auf das Lesen machen:

Lesefrühstück

Autorenbegegnungen

Vorlesen, Einsatz von Lesespielen

Lesepartnerschaften:
schulstufenübergreifend, Kooperation mit Lesepaten Buchausstellungen, Buchvorstellungen, u.v.m.

 

Lustbetonte und vielfältige Leseübungen:

Schulung akustischer Wahrnehmung

Schulung der optischen Wahrnehmung

Gemeinsames Lesen in der Klasse – Klassenlektüre, Bankfachbuch

Tägliche Leseaufgabe, Partnerlesen

Training des sinnerfassenden Lesens, Erweiterung des Wortschatzes         

Leserätsel

Leseverständnis auf der Wortebene sichern

Begriffe mit passenden Aussagen verbinden, u.v.m

 

Schwerpunkt: Lesekompetenz gemäß den Bildungsstandards fördern und vertiefen.   

 

Motorische Kompetenz:

Förderung der Grob- und Feinmotorik

 

Mathematische Förderung:

Einsatz von Anschauungsmaterial zur Verdeutlichung der Rechenvorgänge, zur Förderung der Wahrnehmung, der Raumorientierung, u.v.m.

Einsatz des Computers zur Übung und Vertiefung  

 

Fremdsprachliche Förderung in Englisch:

Die im Lehrplan definierte Verbindliche Übung „Fremdsprache Englisch“ wird von der jeweiligen Lehrperson im gesetzlich vorgeschriebenen Ausmaß, unter Berücksichtigung aller didaktischen Grundsätze und des im Lehrplan definierten Lehrstoffes unterrichtet.

Der Erwerb der Fremdsprache Englisch nimmt auf die Interessen der Kinder der jeweiligen Altersgruppe Bezug, indem Themen aus dem Umfeld der Kinder aufgegriffen werden. Die Freude am Erlernen der englischen Sprache wird durch zahlreiche Lieder und Reime geweckt.

 

Sportliche Fördermaßnahmen:

Bewegung und Sport im täglichen Unterricht: Turnen im Turnsaal, im Klassenraum, …

Bewegte Pause: Angebot verschiedenster Pausenspiele im Pausenraum

Kooperation mit den örtlichen Vereinen

Jährlicher Aktionstag: Teilnahme am Tag der Bewegung

Schulfest mit sportlichen Stationen

Nutzung des Schulgartens in den Pausen und zur sportlichen Betätigung

Gesunde Ernährung, gesunde Schuljause 

 

 

3.    Maßnahmen zur individuellen Förderung

Um eine individuelle Förderung zu ermöglichen, bieten wir:

Innere Differenzierung und offene Lehr- und Lernformen

Unterstützung der Förderung durch den Einsatz unterschiedlicher Lehrmittel und des Computers

Förderunterricht im Ausmaß von einer Wochenstunde pro Schulstufe

Differenzierte Lernangebote durch abwechslungsreiche Lernformen 

 

4.    Maßnahmen zum Frühwarnsystem 

Informations- und Beratungsgespräch: Den Erziehungsberechtigten wird die Situation erklärt.

Erarbeitung von Fördermaßnahmen

Kontakt und Rückmeldung über den Erfolg der Maßnahmen

 

5.    Nahtstellenarbeit Kindergarten – Volksschule

Ein guter Kontakt zu den Kolleginnen im Kindergarten ist uns sehr wichtig. Für den behutsamen Einstieg findet ein Schultaschenfest (Schnuppertag) statt.
Im Schuleingangsbereich wird an Vorkenntnisse aus dem Kindergarten angeknüpft.

 

Evaluation

Feedback LehrerInnen, Teamgespräche

 

6.    Abschluss

Das standortbezogene Förderkonzept der Volksschule Tumeltsham spiegelt das Bemühen der Schulleitung und des LehrerInnenteams wieder. Die Fördermaßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Kinder eine gute Basis für einen weiteren Auf- und Ausbau der Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten.

Das hier gezeigte Förderkonzept unterliegt natürlich einer ständigen Anpassung und wird immer wieder überarbeitet. Die Grundzüge sollen, im Sinne einer Kontinuität und einer damit verbundenen Verlässlichkeit gegenüber den Schulpartnern, erhalten bleiben.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern soll auch in Zukunft eine außerschulische Unterstützung gewährleisten und wird ein wichtiger Bestandteil künftiger Förderungen darstellen. Ferner wird die Förderung verstärkt evaluiert, damit die neuen Gegebenheiten und Bedürfnisse berücksichtigt werden können.